Marianisten

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Entstehung:

Wilhelm Joseph Chaminade war ein Lehrer und Priester. Aufgrund seiner intensiven Tätigkeit als Seelsorger musste er unter Lebensgefahr nach der französischen Revolution aus Frankreich fliehen. Die Revolutionäre, die das Christentum blutig bekämpft hatten, wollten eine Gesellschaft ohne Glauben aufbauen. Nach drei Jahren im spanischen Exil ging es Pater Chaminade darum, den christlichen Glauben in den Herzen der Menschen wieder tief zu verankern. Glauben hieß für ihn, unter der Führung Marias das Leben nach dem Vorbild Jesu zu gestalten. Gruppen von Jugendlichen, Männern und Frauen fanden sich zusammen und versuchten, miteinander den Glauben im täglichen Leben umzusetzen sowie der religiösen und sozialen Not in ihrer Heimatstadt Bordeaux abzuhelfen. Aus diesen Gemeinschaften entstanden mehrere Orden, unter ihnen die Gemeinschaft der Marianisten für Männer (lateinisch “Societas Mariae”, Abkürzung S.M.), die im Jahr 1817 gegründet wurde. Die ersten Marianisten waren zwei Lehrer, ein Priesterkandidat und zwei Handwerker. Mit ihnen begann Pater Chaminade ein Ordensleben, in dem auch die Ideale der Revolution verwirklicht wurde: Alle haben die gleichen Rechte und Pflichten, sie kleiden sich wie die Menschen der Umgebung, behalten ihren bürgerlichen Namen und sind doch echte Ordensleute. Pater Chaminade, der für sein Wirken am 3.9.2000 seliggesprochen wurde, wollte damit zeigen, dass bei den Menschen nicht ihr Aussehen oder ihre Kleidung, sondern ihre inneren Werte und ihr Wirken im Alltag das Wesentliche sind.

Aufgaben:

Die etwa 1700 Marianisten arbeiten heute in 30 Ländern der Welt. Sie widmen sich der Erziehung und Glaubensweitergabe in vielen Bereichen: in Schulen und Universitäten, Heimen und Bildungshäusern, Pfarren, Missions- und Entwicklungsarbeit, Auf Grund der Zusammensetzung der Gemeinschaft aus Priestern und Laien ergibt sich eine Fülle von Arbeitsmöglichkeiten, die gemeinschaftlich erfüllt werden und weit über die herkömmliche Seelsorgetätigkeit hinausgehen können. Mittlerweile sind viele LehrerInnen und ErzieherInnen nicht mehr Ordensleute, tragen aber den marianistischen Geist in sich und orientieren sich in ihrem Handeln an den marianistischen Erziehungsprinzipien.

  • Erziehe zu Bildung im Glauben
  • Erziehe zu ganzheitlicher Herzensbildung
  • Erziehe zu und im marianistischen Familiengeist
  • Erziehe zu Hilfsbereitschaft, Gerechtigkeit und Frieden
  • Erziehe zu Anpassung und Veränderung
  • Erziehe zu Verantwortung gegenüber der Schöpfung

Lebensform:

Die Marianisten leben in Ordensgemeinden, die wenigstens aus drei Brüdern bestehen. Gewöhnlich arbeiten sie miteinander an einer gemeinsamen Aufgabe. Geistliche und Laien sind gleichberechtigt, die Priester kümmern sich besonders um die spirituellen Aufgaben in der Kommunität und im Apostolat. In der Region Österreich-Deutschland gibt es in Wien und Freistadt Kommunitäten. Das Mutterhaus befindet sich am Greisinghof in Oberösterreich, der auch ein bekanntes Bildungshaus ist.

Regionalsuperior der Marianisten (www.marianisten.at) für die Region Österreich – Deutschland: P. Helmut Brandstetter SM

Superior der Marianisten der Kommunität an der Albertus Magnus Schule: P. Josef Süß SM

www.marianisten.at 


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